Pfarrei Maria, Königin des Friedens

 
Katholische Kirchengemeinde

Maria, Königin des Friedens

Velbert-Neviges

                                                          

 

 Arbeitskonzept des „Glocken-Treffs“,

Tönisheider Str. 8, 42553 Velbert

E-Mail:           Glocken-Treff@neviges.de

Tel:                02053 / 5341

Internet:        www.neviges.de

 

Verfasser:     Georg Lustig, Paul-Werner Schwarz, Nicole Erpelding


Inhaltsverzeichnis

 

1      Einleitung................................................................................................................ 3

1.1       Der heutige „Glocken-Treff“......................................................................... 3

 

1.2       Gründe für eine Neuorientierung............................................................... 4

 

1.3       Entstehung des Konzepts............................................................................ 5

 

2      Ziele unserer Arbeit............................................................................................... 5

2.1       Kompetenzen erhalten und entwickeln.................................................... 5

 

2.2       Eigenverantwortung und bewusstes Älterwerden.................................. 5

 

3      Adressaten.............................................................................................................. 6

4      Leistungs- und Angebotsfelder........................................................................... 8

4.1       Begegnung – Beratung – Bildung............................................................. 8

 

4.2       Gesundheit – Kultur – Politik....................................................................... 9

 

4.3       Mitwirkung und Mitgestaltung..................................................................... 9

 

4.4       Selbstorganisation und Engagement........................................................ 9

 

5      Verstärkte Schwerpunkte unserer zukünftigen Arbeit.................................. 10

5.1       Inhaltlich....................................................................................................... 10

 

5.2       Kooperationsbezogen................................................................................ 10

 

6      Ausblick................................................................................................................. 13

7      Anhang Programm des Glocken-Treffs.......................................................... 14

 

 


1       Einleitung

1.1      Der heutige „Glocken-Treff“

Unsere Kirchengemeinde bzw. ihre Gemeindeteile sind seit über 50 Jahren in der Seniorenarbeit tätig. Im Velberter Stadtteil Neviges haben sich nach der Schließung der Kirchengemeinde „Christi Auferstehung“ (Siepen) und Übernahme des dortigen Seniorentreffs durch die Kirchengemeinde „St. Mariä Empfängnis“ die beiden verbliebenen Kirchengemeinden „St. Antonius von Padua“ (Tönisheide) und „St. Mariä Empfängnis“ (Neviges) zum Pfarrverband Hardenberg zusammengeschlossen. Ab 01.01.2010 bilden diese beiden Kirchengemeinden zusammen die neue Gemeinde „Maria, Königin des Friedens“. Die Konzentration der Arbeit mit Älteren am Standort Tönisheider Straße in Neviges-Mitte kommt dabei auch dem demografischen Wandel vor Ort entgegen. Denn statistisch hat der Stadtteil Neviges-Mitte den höchsten Anteil an Rentnern (23,61 %), gefolgt vom Wohnbereich Siepen (19,89 %) und dem Wohnbereich Tönisheide (18,23 %), Stand 2008.

 

Der Glocken-Treff liegt zentral in Velbert-Neviges in unmittelbarer Nähe eines Knotenpunktes des ÖPNV (S-Bahnhof sowie vier Buslinien und „Bürgerbus“), und ist daher sehr gut zu erreichen. Er befindet sich in eigenen Räumen der Pfarrei. Die Nutzfläche des Glocken-Treffs beträgt 323 qm in einem 1995 modernisierten Altbau und in einem neu errichteten Anbau mit großem Saal sowie Küchen- und Sanitärräumen. Darüber hinaus werden auch die Räumlichkeiten, die vorwiegend durch die Vereine der Pfarrei  (u. a. Kolpingsfamilie, Katholische Arbeiter Bewegung, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, Kirchenchor und katholische Frauengemeinschaft) belegt werden, nach dem Bedarf unseres Programms mitgenutzt. Der Zugang ist ebenerdig und weitgehend rollstuhlgerecht. Der Treff ist montags von 14.00 bis 16.00 Uhr, dienstags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr, dienstags abends von 18.00 – ca. 23.00 Uhr sowie für bestimmte Veranstaltungen auch abends und an Wochenenden geöffnet. Die Begegnungsstätte steht allen Besuchern ohne Ansehen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession, einer ethnischen Gruppe, einem Verein oder einer politischen Partei offen. Der Besuch der Begegnungsstätte ist grundsätzlich kostenlos. Ausgenommen sind Veranstaltungen, bei denen besondere Aufwendungen entstehen.

Sowohl das Arbeitskonzept als auch das monatliche Programm unseres Treffs werden im Internet publiziert unter: www.neviges.de. Außerdem sind wir auf lokalen Veranstaltungen präsent und stellen darüber hinaus unsere Arbeit zum Beispiel in der Stadtteilkonferenz,  Kindergärten, Schulen und bei Vereinen vor. Unser Programm liegt bei der Arbeiterwohlfahrt, in Kindergärten, in unseren Kirchen und öffentlichen Begegnungsstätten aus. Es  wird zudem regelmäßig in der örtlichen und regionalen Presse publiziert. Die räumliche Ausstattung gilt u. a. als besondere Stärke des Treffs. Soweit es die Belegung durch die Seniorenarbeit zulässt, finden auch Vermietungen statt. Die personelle Besetzung besteht aus zwei in der Seniorenarbeit erfahrenen und qualifizierten Kräften, und zwar einer Leitungskraft und deren Vertretung mit je 20 Wochenstunden. Alle Mitarbeiter nehmen kontinuierlich an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen teil. Daneben arbeitet eine größere Anzahl ehrenamtlicher Helfer weitgehend selbständig bei den verschiedenen Aktivitäten mit. Auch für sie sind Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen.

1.2      Gründe für eine Neuorientierung

Der Schwerpunkt in der bisherigen Seniorenarbeit lag im Wesentlichen auf dem Gebiet der „offenen Altenhilfe“. D.h., den Besuchern wurden Angebote gemacht, auf deren Inhalt, Gestaltung und Durchführung sie nur bedingt Einfluss hatten.

Der demografische Wandel und die Veränderung in der Gesellschaft infolge des eingetretenen Individualisierungsprozesses stellen die Seniorenarbeit aber vor neue Herausforderungen und verlangen neue Strukturen in der Arbeit mit Älteren. Darüber hinaus erfordern enger werdende finanzielle Spielräume der öffentlichen Hand und eine wachsende Aufgabenkomplexität die Vernetzung aller Beteiligten in der Seniorenarbeit.

Dieser Aufgabe müssen wir uns als kirchliche Einrichtung stellen und hierzu  unseren Beitrag leisten. Dabei ist daran gedacht, unsere Einrichtung als „Begegnungs- und Servicezentrum für ältere Menschen“ auszubauen.

Der Treff hat sich in den letzten Jahren bereits traditionell für verschiedene Gruppen, auch über die Pfarrgemeinde hinaus, geöffnet und ist inzwischen eng mit ihnen vernetzt.

 

Die gewachsenen und weiter wachsenden Anforderungen machen es aber auch erforderlich, dass wir unsere Seniorenarbeit stärker professionalisieren und personell sowohl qualitativ wie auch quantitativ verstärken. Dies gilt für hauptamtliche wie für ehrenamtliche Kräfte.

1.3      Entstehung des Konzepts

Angeregt durch die  Initiative der Stadt  “Zukunftsorientierte Arbeit mit Älteren 2020 in Velbert” und infolge der Neuausrichtung der Förderungsrichtlinien des Kreises für Begegnungsstätten von Senioren ab dem 01.01.2011, haben sich die Beauftragten des Kirchenvorstands und die Leitung des GlockenTreffs mit der Thematik eines neuen Konzeptes auseinandergesetzt, dessen Notwendigkeit erkannt und ein solches erarbeitet.

Das neue Konzept basiert auf der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit, d.h. es umfasst alle Maßnahmen, Veranstaltungen, Angebote, Projekte und Initiativen im kulturellen, sozialen und kirchlichen Kontext, die sich überwiegend an ältere Menschen richten. Die aktive Beteiligung aller Mitwirkenden ist gewollt und wird gefördert. Wir wollen vorhanden Fähigkeiten, Möglichkeiten und Potentiale einbeziehen und nutzen. Wichtige Schlüsselbegriffe dieser Seniorenarbeit sind neben Professionalität auch Partizipation, Selbsthilfe, Integration und Eigeninitiative.

2       Ziele unserer Arbeit

2.1      Kompetenzen erhalten und entwickeln

Im Sinne des „Kompetenzmodells des Alters“ wollen wir Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass ältere Menschen ihr Erfahrungswissen und ihre in Familie und Beruf erworbenen  Kompetenzen weiter sinnvoll und anerkannt einbringen können.

Außerdem zielen unsere Angebote und Dienstleistungen auf Erhalt und Förderung ihrer Mobilität und Gesundheit hin.

2.2      Eigenverantwortung und bewusstes Älterwerden

Unsere Überzeugung: zur Eigenverantwortung gehört die Möglichkeit der Gestaltung des eigenen Lebens, die Vermeidung von Vereinzelung, die aktive Beteiligung am kulturellen und sozialen Leben und eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Älterwerden.  Das wird durch frühzeitige Vernetzung von „jungen Alten“ erreicht, damit Kontakte und Verantwortung für Freunde und Bekannte frühzeitig entstehen können und langfristig tragfähig sind.

Begegnungszentren leisten  im Hinblick auf die Veränderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, bei der Neugestaltung  des Generationenverhältnisses einen großen Beitrag. Sie entlasten aber auch betagte Personen in ihrer Haushaltsführung durch Angebote wie Frühstück oder Mittagstisch.

3       Adressaten

Als Einrichtung der sozialen Arbeit mit Älteren in Velbert-Neviges wenden wir uns mit unseren Angeboten und räumlichen Nutzungsmöglichkeiten an Menschen ab 50 Jahren bis zur Hochaltrigkeit (eine mehr als 2-Generationen umfassende und in sich sehr differenzierte Altersklasse).

Besondere Zielgruppen sind:

 

„Junge Ältere“

Männer und Frauen, die mehrheitlich mit den Veränderungen des Älterwerdens durch das Ende der Familienphase und  der Berufstätigkeit konfrontiert und von daher auf der Suche sind nach neuen Betätigungs- und Sinnstiftungsfeldern im Leben, nach neuen Kontakten und Beziehungen, nach Engagement und Selbstorganisation.

 

„Hochaltrige und Hochbetagte“

Diese Gruppe Älterer wird in Zukunft relativ und absolut anwachsen. Mit zunehmendem Alter sind dies überwiegend alleinstehende Frauen, die die Möglichkeiten zu Begegnung und Kontakt sowie Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Gemeinde und im Stadtteil nutzen wollen.

 

„Menschen ausländischer Herkunft“

Menschen „mit Migrationshintergrund“ sind in Velbert eine starke Bevölkerungsgruppe. Diese Gruppe umfasst wesentlich mehr als die statistisch erfassten älteren Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Dazu gehören Arbeitsmigranten/innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, Flüchtlinge und Asylberechtigte, Bürger/innen aus der EU und anderen Ländern, Eingebürgerte ausländischer Herkunft sowie Aussiedler/innen mit deutscher Staatsbürgerschaft.

 

„Hilfebedürftige Ältere“

Von Armut und Ausgrenzung betroffenen und bedrohten Älteren, in ihrer Mobilität eingeschränkten Älteren, Isolierten und Einsamen bieten wir Beratung und Unterstützung an.

 

„Ältere Menschen mit Behinderungen bzw. Einschränkungen“

Sie stellen eine weitere Gruppe dar, die in den kommenden Jahren wachsen und somit einen (kleinen) Teil der NutzerInnen von Seniorenbegegnungsstätten ausmachen wird.

 

„…deren pflegende Angehörige“

Pflegende Angehörige sind in der Regel selbst ältere Menschen, und meist Frauen, die oft jahrelang ihre Interessen und Bedürfnisse zugunsten der betreuten oder gepflegten Person (Eltern, Schwiegereltern oder Lebenspartner) zurückgestellt haben. Es geht darum, sie im Alltag zu stärken und ihnen die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen.

 

● „Kinder, junge Erwachsene, Familien“

Im Rahmen unserer Arbeit legen wir besonderen Wert auf den Kontakt zwischen den Generationen. Deshalb haben wir auch Angebote für Familien von „Jung bis Alt“, um den Dialog untereinander und das Verständnis füreinander zu fördern. Junge Erwachsene, die eine positive Erinnerung an Begegnungsstätten knüpfen, haben in späteren Jahren auch eine niedrigere Hemmschwelle, diese als Ältere wieder aufzusuchen.

Außerdem bieten wir geleitete Krabbelgruppen an, in denen sich  junge Mütter und Väter mit ihren Kindern (0 – 3 Jahre) treffen und austauschen können.


4       Leistungs- und Angebotsfelder

4.1      Begegnung – Beratung – Bildung

Für unsere Besucher halten wir  ein breites Angebot bereit, aus dem sie sich das für sie Passende aussuchen können, und zwar:

 

 

Begegnung

Sie findet statt in Form von offenen Treffs, Kaffeetrinken und gemeinsamen Mahlzeiten, Ausflügen, Gesprächskreisen, Spielangeboten, Festen, usw.

 

Beratung und Information

Zu Themen, die das Älterwerden betreffen, sowie zu kritischen Lebensereignissen im Alter. Des Weiteren können Informationen zu Renten-, Sozial- und Versicherungsfragen und zu gesundheitlichen Themen eingeholt werden. Dies geschieht häufig kooperierend durch offene Sprechstunden mit kompetenten Ansprechpartnern und Beratern/innen aus Seniorenbüros, Verbänden und Institutionen.

 

Bildung und Weiterbildung

Lebenslanges und Lebensbegleitendes Lernen ist bei uns u.a. ein Schwerpunkt im Rahmen unseres Angebotes zur allgemeinen Bildung und Weiterbildung. Wir arbeiten u.a. mit dem Katholischen Bildungswerk des Kreises Mettmann, den Familienbildungsstätten der Katholischen Arbeiter Bewegung und privaten Dozenten zusammen.

 

Unterstützung und Seelsorge

Unserer Tradition entsprechend geht es um die Möglichkeiten der Begleitung und Unterstützung beim Älterwerden, beim Bewältigen kritischer Lebenssituationen, altersspezifischer individueller Veränderung und auch evtl. notwendiger Veränderungen im Wohnumfeld. Wir bieten unserem christlichen Leitbild entsprechend karitative und seelsorgerische Begleitung an.

 

4.2      Gesundheit – Kultur – Politik

Ausgehend vom Prinzip der Ganzheitlichkeit fördern wir mit unseren Angeboten die Gesundheit und die Bewegung. Das sind Angebote wie Turnen, Tanz, Gymnastik, Wandern, Gesundheitsberatungen, usw.  Außerdem werden kulturelle und kreative Aktivitäten angeboten. Wir möchten unsere Besucher aber darüber hinaus dazu anhalten, sich für die Belange ihrer Pfarrgemeinde, ihres Stadtteils / ihrer Stadt, zu interessieren und einzusetzen. Durch eine aktive Vernetzungs- und Kooperationsarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen eröffnen sich hierfür viele neue Möglichkeiten der Gestaltung.

4.3      Mitwirkung und Mitgestaltung

Die Besucher/innen können sich an allen Tätigkeiten und Handlungsvollzügen des gemeinsamen Lebens in unserem „Treff“ beteiligen. Dies stellt einen unverzichtbaren und elementaren Bestandteil der aktivierenden sozialen Arbeit mit Älteren dar. Sie haben deshalb auch die Möglichkeit, sich aktiv an der Planung und Gestaltung des Angebotes zu beteiligen, was ganz besonders in den Netzwerkgruppen verwirklicht wird.

4.4      Selbstorganisation und Engagement

Aufgrund unserer Kooperation mit verschiedenen Vereinen wird dieses seit Jahren bei uns praktiziert. Dieser Bereich wird weiter ausgebaut durch die Einbeziehung selbst organisierter Gruppen und Netzwerke (u.a. ZWAR) in unser Programm und durch die zur Verfügung Stellung unserer Räumlichkeiten.

Unsere Ehrenamtlichen kommen einerseits aus den verschiedenen Vereinen, die unsere Räumlichkeiten nutzen, andererseits bekommen wir Helfer durch gezielte Ansprache unserer Besucher. Über die ZWAR-Gruppe konnten weitere Ehrenamtliche gewonnen werden. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter sind sowohl als Hilfskräfte wie auch als eigenverantwortliche Gruppenleiter eingesetzt. Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften statt.

Um das Ehrenamt attraktiv zu gestalten, werden unsere Ehrenamtlichen zu Feiern und besonderen Anlässen eingeladen, es gibt freie Kost und Aufmerksamkeiten zu Weihnachten. Außerdem findet einmal jährlich der „Dankeschön-Abend“ für alle Ehrenamtlichen der Gemeinde statt.

 

5       Verstärkte Schwerpunkte unserer zukünftigen Arbeit

5.1      Inhaltlich

In Anbetracht der veränderten Rahmenbedingungen sind wir gehalten, Schwerpunkte zu setzen. Diese sehen wir in unserem „Treff“ vor allem in der generationenübergreifenden Arbeit, die sich auch in unserem christlichen Leitbild wieder findet.

Außerdem verstehen wir uns als Einrichtung,  die  jedem Besucher entsprechend seinen Fähigkeiten und Interessen ein  lebenslanges Lernen ermöglicht und ihm dadurch hilft, sich weiter zu entwickeln.

Um dies umsetzen zu können, sind wir auf „Teamarbeit“ angewiesen. Teamarbeit, die  nicht nur zwischen unseren hauptamtlichen Kräften stattfindet, sondern auch mit  Ehrenamtlichen, Vereinen und Netzwerkverbündeten. Nur ein offenes und faires Miteinander ermöglicht optimales Arbeiten und optimale Angebote für unsere Besucher. Durch die Vernetzungsarbeit der letzten Jahre konnten wir bereits viele Kooperationspartner gewinnen, mit denen wir und unsere Besucher erfolgreich zusammen arbeiten.

 

5.2      Kooperationsbezogen

Seit längerem besteht eine engere Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer, der Stadtteilbibliothek, den Kindergärten aus Tönisheide und Neviges (hier besonders zu erwähnen die Musicalaufführungen der Einrichtung), der evangelischen Kirchengemeinde, diversen Vereinen und dem Katholischen Bildungswerk.

 

   

Mai 2007 Aufführung des Musicals „Mats und die Wundersteine“ des Kinderchores der katholischen Kindertagesstätte St. Antonius für unsere Senioren im Glocken-Treff.

 

Folgende Partner sind besonders hervorzuheben:

 

Kooperation mit der Firma Sahle-Baubetreuungsgesellschaft m.b.H. im Wohngebiet Siepen

Vor dem Hintergrund der Auflösung der katholischen Kirchengemeinde „Christi Auferstehung“  (u. a. auch mit ihrem Seniorentreff) im Stadtteil Siepen, war es uns ein Bedürfnis, für die Menschen in diesem Wohngebiet auch weiterhin Ansprechpartner zu sein. Seit 2008 arbeiten wir an einer Vernetzung der  Bewohner der neuen Häuser „Sahlebau“ und der anderen Anwohner vor Ort mit Angeboten des Glocken-Treffs und der Pfarrgemeinde. Darüber hinaus bieten wir derzeit  quartalsweise auch ökumenische Gottesdienste an. Diese Veranstaltungen finden in den Gemeinschaftsräumen der Gesellschaft statt, sie werden gut angenommen. Diese Angebote ermöglichen eine Verstärkung der sozialen Kontakte untereinander und wirken in die Pfarrgemeinde hinein. In dieses Vorhaben sind auch die evangelische Kirchengemeinde und ihre Mitglieder mit einbezogen.

Den Höhepunkt fand diese Vernetzung im Jahr 2009 mit dem gut besuchten Fest am Rosenhügel, das von der Kolpingsfamilie Neviges-Hardenberg, der Firma Sahle, dem Kindergarten und dem Glocken-Treff ausgerichtet wurde. Es war ein fröhliches Familienfest für alle dort wohnenden Generationen. Diese Kooperation wird weiter ausgebaut.

 

Kooperation mit der Stadt Velbert, dem Stadtteilzentrum und der Arbeiterwohlfahrt

Auf der Grundlage des Konzepts „Zukunftsorientierte soziale Arbeit mit Älteren 2020 in Velbert“ des Instituts ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) wurde im Jahr 2009 in Velbert-Neviges die erste ZWAR-Gruppe als Netzwerk (Basisgruppe und Interessensgruppen) gegründet. Die Basis-Gruppe  wird von einer Mitarbeiterin des „Glocken-Treffs“ und einer Mitarbeiterin der AWO begleitet. Ziel  ist die Vernetzung von „Menschen 50+“, um langfristig haltende soziale Kontakte zu knüpfen. Einerseits sollen gemeinsame Unternehmungen organisiert werden, andererseits soll langfristig erreicht werden, dass die Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, damit gelebte Nachbarschaftshilfe möglich wird. Die „ZWARler“ nutzen die Räume des „Glocken-Treffs“ und der AWO für die regelmäßigen Treffen ihrer Interessensgruppen, die sich aus der Basis-Gruppe gebildet haben. Das Basisgruppen-Treffen findet alle zwei Wochen in den Räumen des Familienzentrums Siepen, Schillerstr. 1 statt. Diese Basisgruppe wird 2 Jahre lang von den beiden Mitarbeiterinnen begleitet und geschult, um danach selbständig weiter zu arbeiten.

Die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt wird auch über die Zeit der Begleitung der ZWAR-Gruppe hinaus bestehen bleiben. Es finden derzeit bereits Absprachen über spezielle Angebote und die Öffnungszeiten statt. Außerdem werden zunehmend gemeinsame Projekte (u. a. gemeinsames Sommerfest AWO, ZWAR, Glocken-Treff) geplant.

 

  Zusammenarbeit mit den Kliniken St. Antonius

In regelmäßigen Abständen werden seniorenbezogene medizinische Themen sowie gesellschaftliche Probleme mit Fachärzten oder Dozenten der Kliniken St. Antonius erörtert.

 

Besuchsdienste

Die dem „Glocken-Treff“ angehörigen vier Helferkreise leisten wöchentlich abwechselnd Besuchsdienste (monatlich ca. 120)  für ältere Menschen im Krankenhaus, im Altenheim sowie zu Hause. Langfristig sollen diese Besuchsdienste noch ausgebaut werden, um den einzelnen Bedürfnissen noch gerechter zu werden.

 

Referentenkreis für die Bildungsreihe „Das interessiert mich…“

Um diese neue Veranstaltungsreihe, die im Frühjahr 2010 startet, wird ein Kreis, bestehend aus Menschen, die an Themen des Älterwerdens interessiert sind, pflegenden Angehörigen und Fachleuten aufgebaut. Konzipiert wurde diese Veranstaltung in Kooperation mit Dr. Peter Michael Hoffmann, dem Projektleiter der Studie des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2004 „Die Lebenssituation älterer Menschen mit rechtlicher Betreuung“.

 

Kooperation mit  Kindertagesstätten

Infolge der Neuausrichtung der Kindertagesstätten zu Familienzentren sehen wir  den „Glocken-Treff“ als Schnittstelle zwischen den Familien und der älteren Generation. Wie die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren noch ausgebaut werden kann, wird im Rahmen weiterer Vernetzungen festgelegt werden. Gespräche mit der „Treff“-Leitung und der Kindertagesstätten-Leitung laufen bereits.

 

Integration

Wir wollen Migranten, die sich weitgehend nur untereinander treffen, die Möglichkeit bieten, in ihrem Stadtteil Anschluss  und Kontakt zu den Anwohnern zu bekommen. Zur Zeit ist ein Tchai-Treff mit Russland-Deutschen im Aufbau.

 

Kooperation mit dem Demenznetzwerk des Kreises Mettmann

In Zusammenarbeit mit der Caritas bieten wir Demenzberatung an und sind Ansprechpartner und Vermittler von qualifiziertem Fachpersonal.

6       Ausblick

Dieses Konzept basiert auf den jetzigen Erkenntnissen. Da diese aber durch den demografischen und gesellschaftlichen Wandel einer ständigen Veränderung unterliegen, muss das Konzept laufend überprüft und gegebenenfalls dann den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Unser derzeitiges Programm ist im Anhang detailliert aufgeführt.


 

7       Anhang Programm des Glocken-Treffs

-       Geburtstagsfeiern: vierteljährlich gemeinsam mit Kita in Neviges und Tönisheide

¼ jährliche Geburtstagsfeier im großen Glockensaal

 

-       Seniorenkarneval, Gemeindekarneval, Frauenkarneval, Kinderkarneval

-       Frühlingsfest

-       Sommerfest

-       Erntedank

-       Adventsfeier

-       Weihnachtsfeier

-       Gesprächskreise mit evangelischer und katholischer Gemeinde

-       Offener Mittagstisch einmal wöchentlich

-       Kaffeetafel täglich

-       „Alte Freunde treffen sich“ mit der Kolpingsfamilie

-       Alten- und Krankentag mit der katholischen Frauengemeinschaft  Deutschland (kfd)

-       Krankenhaus-, Heim- und Hausbesuche von Helferkreisen

-       Messe und anschließendes Frauenfrühstück mit der kfd

-       Elternfrühstück mit der Kindertagesstätte

-       Krabbelgruppe

-       Kleinstkindergarten (Zappelmännchen 2 – 3 Jahre) der Kolpingsfamilie

-       Kinder- und Jugendgruppen mit den Vereinen

-       ZWAR-Gruppe

-       Tchai-Nachmittag

 

-       Kooperationen mit: Kindertagesstätten, Grundschule, Sahle Wohnungsbau GmbH, AWO, Stadtteilzentrum

-       Malerwerkstatt

-       Englischkurs

-       Literaturkreis

-       Handarbeit

-       Neue Medien (z. B. Handy, PC)

-       Kreative Workshops

-       Ausflüge der „Stöberer“

-       Diavorträge

-       Seniorenbezogene medizinische Themen

-       Wanderungen

-       Tai Ji Chuan

-       Yoga

-       Gymnastikgruppen (drei)

-       Tanzen

-       Ausflüge / Exkursionen mit KAB und Kolping

-       Reisen in Verbindung mit Vereinen

-       Gedächtnistraining

-       Spielenachmittage

-       Skatrunde

-       Singkreis

-       Bildungsreihe „Das interessiert mich“

Neviges - Tönisheide